Histaminunverträglichkeit

Schluss mit der Histaminunverträglichkeit

 

Histaminunverträglichkeit

Histaminunverträglichkeit – Was ist das eigentlich?

histaminunverträglichkeit ebookHistamin ist ein Hormon, welches sowohl beim Menschen als auch bei Tieren, Pflanzen und Bakterien vorkommt. Es wird bei Kontakt mit Fremdstoffen durch das Abwehrsystem des Körpers freigesetzt Es spielt eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen, im Immunsystem und im Magen-Darm-Trakt.

Es erweitert die kleineren Blutgefäße in Armen und Beinen, wodurch die Abwehrzellen schneller transportiert werden können und verengt die Gefäße, welche zum Gehirn und zum Herzen führen.

Histamin bewirkt auch eine Verengung der Atemwege, wodurch es zur Schwellung der Schleimhäute, Schnupfen, Abfall des Blutdrucks und letztendlich zu Atemnot kommen kann. Auch bei der Appetitkontrolle und beim Schlaf-Wach-Rhythmus kommt dieses Hormon zum Tragen.

Histamin wird mit der Nahrung aufgenommen. Wie bei allen Dingen kann auch hier ein Zuviel Probleme verursachen. Deshalb wird das Histamin im Körper von Enzymen abgebaut. Sind nun im Körper nicht genug dieser Enzyme vorhanden, wird also nicht genug Histamin abgebaut, sammelt sich dieses im Organismus in den sogenannten Mastzellen an, bis es den persönlichen Grenzwert übersteigt. Dann kommt es zur Histaminunverträglichkeit, auch Histaminintoleranz, kurz HIT.

Die HIT ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich im Laufe des Lebens. Studien weisen darauf hin, dass Histaminunverträglichkeit entsteht, wenn die weiblichen Geschlechtshormone abnehmen. Deshalb betrifft diese Krankheit etwa zu 80 % Frauen ab 40. Auch Personen mit einer Pollenallergie sowie chronischen Magen-Darm-Entzündungen haben ein erhöhtes Risiko, dass sich eine Histaminunverträglichkeit entwickelt. Es leiden ca. 1-3 % der Bevölkerung an einer Histaminunverträglichkeit. Die tatsächliche Anzahl wird viel höher geschätzt, weil die Diagnostik langwierig ist und die Symptome auch auf andere Krankheiten hindeuten können.


Diaminoxidase (DAO)

DAO ist ein Enzym zum Abbau von Histamin und wird im Dünndarm produziert. Histamin bildet sich durch Bakterien, auch durch die körpereigenen Darmbakterien. Darum braucht der menschliche Körper das Enzym DAO im Darm, um Histamin abzubauen.

Histaminintoleranz Symptome

Die Symptome bei einer Histaminunverträglichkeit sind vielfältig, zum Beispiel:

Haut: Hautausschlag,
Magen-Darm: Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
Kopf: Kopfschmerzen und Migräne
Atemwege: allgemeine Atembeschwerden, Asthma und verstopfter Nase
Kreislauf: Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Herzrasen sowie Müdigkeit, Schlafstörungen und Erschöpfung.

Nicht alle Symptome treten bei allen Betroffenen gleichzeitig und in gleicher Ausprägung auf.

Histaminunverträglichkeit

Histaminintoleranz Test – Welche Tests, auch für zu Hause, gibt es?

Gerade im Internet werden diverse, teils auch sehr teure, Heimtests angeboten wie Blutanalysen, Stuhl- und/oder Urintests, Speicheltests oder DAO-Blutwertbestimmung. Auch hört man immer wieder von weiteren Tests wie Haaranalyse, Speicheltest und Gesichts- und Zungendiagnose.

Gemäß den führenden Allergologenverbänden sind alle diese Tests nicht geeignet, eine sichere Diagnose auf Histaminunverträglichkeit zu stellen und können vielfach zu Fehldiagnosen führen. Ein Test z.B. auf Anzahl der DAO im Blut gibt keinen Hinweis auf die Aktivität des Enzyms. Auch für die anderen genannten Tests gibt es zumeist keine Studien, die die Wirksamkeit belegen. Wichtig ist, eine Diagnose immer in Abstimmung mit einem Facharzt vorzunehmen.

 

Allgemein gilt heute folgendes Diagnoseverfahren:

Als ersten Schritt sollte der Patient ein Tagebuch über die Ernährung und mögliche Symptome führen. Auch der Menstruationszyklus sowie die Einnahme von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln sollte hier vermerkt werden.

Unterstützung gibt es hierbei im Internet über spezielle Apps oder Tagebücher, welche von verschiedenen Anbietern als Download zur Verfügung gestellt werden.

Durch dieses Tagebuch kann der Arzt die Symptome, die je nach Patient sehr unterschiedlich sind, besser eingrenzen. Wichtig ist, dass in dieser Zeit keine Diät gehalten wird, der Patient sich also wie sonst auch ernährt.

Im Anschluss wird der Arzt andere Erkrankungen, die sehr ähnliche Symptome aufweisen (z.B. Allergien und chronische entzündliche Darmerkrankungen) mittels Differentialdiagnostik ausschließen.


Im nächsten Schritt muss der Patient eine Eliminationsdiät durchführen. Hierbei wird auf Alkohol sowie bestimmte Lebensmittel und Medikamente wie Antihistaminika verzichtet.

Dieser Schritt dauert 2-4 Wochen und wird wieder mit einem genauen Tagebuch protokolliert. Kommt es dabei zu einer Besserung der Symptome, ist die Wahrscheinlichkeit einer Histaminunverträglichkeit hoch.

Falls noch notwendig, kann abschließend noch ein Provokationstest (meist in einer Spezialklinik) durchgeführt werden bzw. man isst, immer in Absprache mit dem Arzt, histaminhaltige Lebensmittel und hält die Ergebnisse wieder im Tagebuch fest. Dabei ist es wichtig, jeden Tag nur ein Lebensmittel auszutesten. Da es in Einzelfällen hierbei zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann, ist dieser Test nur in eingehender Absprache mit einem Arzt vorzunehmen.

Histaminunverträglichkeit

Histaminintoleranz Ernährung

Histaminintoleranz ErnährungDie Ernährung ist der wichtigste Faktor bei einer Histaminunverträglichkeit. Ohne eine Ernährungsumstellung ist diese Krankheit auf Dauer nicht in den Griff zu bekommen.

Es gibt Lebensmittel, die viel Histamin enthalten. Dazu zählen vor allem Lebensmittel, welche lange gelagert werden oder einem Reifeprozess unterliegen.

Daneben gibt es auch Lebensmittel, welche das im Körper gespeicherte Histamin freisetzen, sogenannte Histaminliberatoren. Dazu gehören z.B. Kaffee bzw. das darin enthaltene Koffein, Tomaten, Ananas und Nüsse.


Histaminarme Lebensmittel

Da der Histamingehalt in einem Lebensmittel immer abhängig ist von der Herstellung und der Reifedauer, kann man vereinfacht sagen: je frischer ein Lebensmittel ist, desto weniger Histamin enthält es. Einige Ausnahmen gibt es, dazu mehr in der Histaminintoleranz Liste für Lebensmittel.

Histaminintoleranz Lebensmittelliste

Hier ist eine kurze Auflistung von Lebensmitteln, welche für eine Ernährung bei HIT geeignet sind bzw. besser vermieden werden sollten. Natürlich kann diese Aufzählung nicht vollständig sein. Auch reagiert jeder Betroffene unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel. Deshalb ist diese Liste nur als Anhaltspunkt zu sehen.

Käse
Geeignet sind frische und junge Käsesorten wie junger Gouda, Butterkäse, Frischkäse und Mozzarella; nicht geeignet dagegen Hartkäse, denn es gilt: je länger ein Käse reift, desto mehr Histamin enthält er.

Milch- und Milchersatzprodukte
Pasteurisierte Milch, H-Milch, Kondensmilch und Milchpulver sowie Milchersatz wie Kokos-, Hirse- und Hafermilch können auf den Speiseplan, Sauermilch und laktosefreie Milch sollte man meiden. Auf Sojaprodukte sollte man bei HIT vollkommen verzichten.

Fleisch und Fisch
Auch hier gilt: Je frischer, desto besser. Frischfleisch und fangfrischer Fisch sind erlaubt, geräuchertes Fleisch, Schinken, Salami sowie die meisten Fischprodukte, vor allem Konserven (Thunfisch) dagegen nicht.

Obst
Bis auf einige Ausnahmen wie Erdbeeren, Bananen, Birnen, Ananas sowie alle zitrushaltigen Obstsorten ist frisches Obst geeignet bei HIT.

Gemüse
Frisches oder tiefgekühltes Gemüse ist grundsätzlich nicht schädlich bei HIT, sofern man auf bestimmte Sorten wie Sauerkraut, Tomaten, Spinat und Sellerie verzichtet.

Teigwaren und Beilagen
Kartoffeln, Reis und Nudeln sind im Allgemeinen ebenso gut verträglich wie Reiswaffeln. Manchmal werden allerdings Eierteigwaren nicht gut vertragen, es trifft allerdings nicht bei jedem zu.

Getreide
Getreide wird im Allgemeinen gut vertragen, bei Weizen könnten einige Betroffene Probleme haben.


Getränke
histaminintoleranz lebensmittelSofern man auf zitrus-, tomaten- und/oder sauerkrauthaltige Säfte verzichtet, sind frische Obst- und Gemüsesäfte empfehlenswert. Bei Tee sollte auf schwarzen und grünen Tee sowie Matetee verzichtet werden.

Auch Kakao, Energy Drinks und Alkohol im Allgemeinen sind nicht geeignet. Für Weinliebhaber, welche ungern auf ihr Lieblingsgetränk verzichten wollen, gibt es mittlerweile im Fachhandel aber histaminarmen Wein.

 

Essig
Balsamicoessig und Weinessig sind nicht zu empfehlen, allen anderen Sorten wie Branntwein-, Weingeist-, Apfelessig und Essigessenz sind unbedenklich.

Eier
Teilweise wird Eiweiß nicht gut vertragen. Wichtig ist auch hier: je frischer, desto besser.

Gewürze, Kräuter, Aromen, Geschmacksverstärker
Vollkommen ungeeignet bei HIT ist die Verwendung von Glutamat. Da dieser Geschmacksverstärker in fast allen Gewürzmischungen, gekörnter Brühe, Brühwürfel sowie in Fertiggerichten oder Tütenprodukten vorkommt, sollten diese unbedingt vermieden werden.

Scharfe Gewürze wie Chili und Paprika sollten sparsam verwendet werden, da diese den Darm zu sehr reizen. Aromen sind je nach Inhaltsstoff verträglich oder nicht, hier gilt es auszutesten.

Sollte zusätzlich zu HIT eine Pollenallergie vorliegen, ist eine Kreuzallergie mit Kräutern und / oder Gewürzen nicht ausgeschlossen, z.B. bei Sellerie, Zimt, Kümmel und Curry. Im Zweifelsfall muss dieses von einem Allergologen durch entsprechende Tests untersucht werden.

Lebensmittelzusatzstoffe:
Glutamat wurde ja bereits erwähnt. Aber auch Konservierungsstoffe, künstliche Farbstoffe, Verdickungsmittel und künstliche Süßstoffe können Probleme bereiten.
Gar nicht geeignet sind Bohnen und Hülsenfrüchte, Erdnüsse sowie Sojaprodukte. Auch Fertiggerichte sollten möglichst vermieden werden.

Histaminunverträglichkeit

Histaminintoleranz Kaffee

Histaminintoleranz KaffeeWie weiter oben schon erwähnt, ist Koffein ein Histaminliberator. Außerdem sorgt das Koffein für eine Blockade der DAO, wodurch weniger Histamin im Darm abgebaut werden kann. Zudem reizt Kaffee die Darmschleimhaut. Deshalb sollte bei HIT auf Kaffee verzichtet werden.

Für viele Betroffene der Histaminunverträglichkeit ist alleine der Gedanke, auf Kaffee verzichten zu müssen, unvorstellbar. Doch wenn man bedenkt, dass ein Verzicht von Kaffee durchaus erstmal einem Entzug mit Kopfschmerzen, Übelkeit und schlechter Laune gleichkommt, man also durchaus von einer Abhängigkeit sprechen kann, ist der Gedanke vielleicht nicht mehr ganz so erschreckend.

Wer gar nicht auf Kaffee verzichten kann oder mag, sollte vielleicht zu folgenden Tricks greifen:

1. Kaffee nur noch per Hand aufbrühen. In Kaffeemaschinen bilden sich häufiger Schimmelpilze und Bakterien, die den Kaffee unverträglicher machen können.

2. Wie in Italien zu dem Kaffee stilles Wasser trinken, dieses wirkt wie ein natürliches Antihistaminikum.

3. Verzicht auf jegliche Aromazusätze und künstliche Süßstoffe, welche die DAO blockieren.

4. Milchkaffee, da Milch die Koffeinaufnahme verlangsamt.

Sollte der koffeinhaltige Kaffee trotzdem nicht vertragen werden, gibt es Alternativen.

histaminunverträglichkeit lebensmittelEspresso z.B. enthält weniger Koffein und Säure als Kaffee. Auch koffeinfreier Kaffee wird im Allgemeinen gut vertragen. Hier sollte es aber eine gute Qualität sein, bei der keine chemische Mittel für die Entkoffeinierung verwendet werden.

Auch Getreidekaffee (der gute alte Muckefuck) kann eine Alternative sein, die Verträglichkeit muss getestet werden.

Wer seinen Kaffee morgens trinkt, um wach zu werden, hat bei diesen Alternativen natürlich keine große Hilfe, da ja das Koffein fehlt. Dann sollte auf ausreichend Schlaf geachtet werden, auch ein kurzer Mittagsschlaf kann hilfreich sein.

Frische Luft und viel trinken ist wichtig, ein Glas Wasser kann bei akuter Müdigkeit schon helfen. Auch regelmäßige Mahlzeiten braucht der Körper, da ansonsten der Blutzucker sinkt und Müdigkeit entsteht.

Histaminintoleranz Medikamente

Histaminintoleranz MedikamenteWenn trotz Nahrungsumstellung weiterhin Symptome auftreten, können diese in Absprache mit dem Arzt mit Medikamenten behandelt werden.

Frei verkäuflich sind Nahrungsergänzungsmittel und Diätetische Lebensmittel wie Vitamin B6 und Vitamin C. Diese fördern den Abbau von Histamin, sollten aber nur eingenommen werden, wenn der entsprechende Spiegel im Blut zu niedrig ist.

Mastzellenstabilisatoren hindern die Blutzellen, in denen das nicht abgebaute Histamin gespeichert wird, daran, dieses freizugeben. Dieses Medikament wird mehrmals am Tag vorbeugend genommen, um das Auftreten von Symptomen zu verhindern.

Für eine vom Arzt verschriebene medikamentöse Behandlung gibt es zwei Möglichkeiten, Antihistaminika und eine Enzymersatztherapie.

Antihistaminika gehören zu den Antiallergika und sind besonders hilfreich bei auftretenden Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Hauausschlägen und allergischem Schnupfen. Sie hindern das Histamin an seiner vollen Wirksamkeit.

Bei einer Enzymersatztherapie nimmt der Betroffene die benötigten Enzyme z.B. über Kapseln zu sich. Manchmal möchte man gerne eine histaminhaltige Mahlzeit zu sich nahmen oder hat unterwegs oder auf Reisen nicht die Möglichkeit, sich histaminfrei oder – arm zu ernähren.

Dann kann man diese Kapseln auch vor dem Essen einer solchen Mahlzeit zu sich nehmen.
Bei einer HIT kann es Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmittelunverträglichkeiten auch zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen.

Für diesen Fall wird ein schnell wirksames Antihistaminikum vom Arzt verschrieben.

Es gibt aber auch Medikamente, welche eine HIT fördern, die Symptome also auslösen können. Dazu zählen DAO-Blocker, welche die DAO daran hindern, Histamin abzubauen und die bereits erwähnten Histaminliberatoren.

Je nach Inhaltsstoff gehören dazu Mittel gegen Rheuma, Depressionen, Asthma, Malaria, Schlaf- und Narkosemittel, Antiseptika, Antibiotika, Herzmittel, Hustenlöser, Schmerzmittel, Amphetamine, Lokalanästhetika und Narkosemittel sowie Codein und Morphium.

Wichtig:

Nicht alle Medikamente der jeweiligen Medikamentengruppe sind DAO-Blocker oder Histaminliberatoren, deshalb ist es sehr wichtig, dass der behandelnde Arzt über alle Medikamente informiert ist, die der Patient einnimmt.

Dann können Ersatzpräparate verschrieben werden, die nicht oder nur wenig Einfluss auf die Histaminfreisetzung im Körper haben.

Röntgenkontrastmittel sind grundsätzlich schädlich bei HIT, deshalb sollte vor einer solchen Untersuchung in Absprache mit dem Arzt ein entsprechendes Antihistaminikum eingenommen werden.

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Histaminunverträglichkeit

Weitere Informationen zur Histaminunverträglichkeit finden Sie auch bei Wikipedia.